Was ist die betrugsspezifische Auslegung des Computerbetrugs?

Dabei wird die dritte Variante von § 263 Abs. 1 (unbefugte Datenverwendung) so ausgelegt als würde der Täter statt des Automaten einen Menschen täuschen. Nur, wenn dieser bei gleichem Prüfungsprogramm ebenfalls getäuscht würde, liegt ein Computerbetrug vor.

Beim Einsatz einer EC-Karte liegt bspw. kein Computerbetrug vor, wenn dem Täter lediglich die Absicht fehlt, die Schuld zu bezahlen; dagegen ist § 263a einschlägig, wenn die EC-Karte unerlaubt erlangt wurde, da hier über äußere Tatsachen getäuscht wird.

Liegt bei der Beschlagnahme durch einen falschen Polizisten ein Betrug oder ein Diebstahl vor?

Im Ergebnis ist dies eine Wegnahme und damit ein Diebstahl. Denn die Hergabe der Sache erfolgt ja nicht freiwillig im Sinne einer Selbstschädigung, sondern zwangsweise aufgrund der Anordnung des angeblichen Polizisten. Dies ist nicht anders zu behandeln als wenn dieser die Sache selbst an sich genommen hätte.

Gibt es den Versuch eines Regelbeispiels?

Grundsätzlich nicht da § 22 nur den Versuch von Tatbeständen (also z.B. auch Qualifikationsmerkmalen) regelt.

Es stellt sich aber die Frage, ob die Indizwirkung des Regelbeispiel auch dann besteht, wenn es lediglich versucht wurde. Der BGH geht davon aus, dass ein versuchtes Regelbeispiel neben einem vollendeten Diebstahl keine Berücksichtigung findet. Neben einem versuchten Diebstahl, bei dem eine Strafmilderung möglich ist, verschärft es jedoch die Schuld.

Wie wird der Abbruch eigener Rettungshandlungen behandelt?

Dies kommt auf den Zeitpunkt an:
Ist das Opfer noch nicht erreicht worden oder wurde noch keine realisierbare Rettungsmöglichkeit eröffnet, so handelt es sich – ebenso wie wenn von vornherein keine Hilfe geleistet worden wäre – um Unterlassen.
Danach ist das Rechtsgut dagegen schon soweit wieder hergestellt, dass eine erneute Gefährdung wie aktives Tun wirkt.